B-V-C-C

M0., 17. Juni 2019 | 19:00 Uhr
Film | Gespräch
[Eintritt auf Hutspende]

 

Robert Bosshard, jetzt in den 80igern, lebt als gebürtiger Schweizer seit über 50 Jahren im freigewählten Exil im Ruhrgebiet. Er kommt über den Rhein, um uns mit Geschichten, einem Film und seiner Anwesenheit zu beeindrucken. Also ich kann nur sagen Wahnsinnstyp und erstklassiger Film.

 

Der Filmemacher Robert Bosshard ist als Sozialwissenschafter in den Jahren der Gründung der Ruhruniversität Bochum 1967 ins Ruhrgebiet gekommen, Schwerpunkte „Humanisierung der Arbeitswelt“ und „Kultursoziologie“. Im Anliegen, näher an eine sozialwissenschaftliche Praxis zu kommen, arbeitete er im Anschluss (nach siebenjähriger Forschungsarbeit in Bern und Bochum) auch sieben Jahre lang als Sozialplaner in Stadtplanungsbüros und genauso lang als Sozialpsychiater in einem Grosskrankenhaus. Parallel realisierte er populärwissenschaftliche Fernsehfilme, bis er schließlich seine gesellschaftspraktischen Erfahrungen als ideale Voraussetzung für künstlerische Tätigkeiten erkannte und also ins Berufsfeld der Bildender Künstler, Filmemacher und Schriftsteller umstieg. Er war in diesem Zusammen Mitbegründer der Malergruppe „Streichquartett“, der Mulitmedia-Kooperative „Agentenkollektiv“ und der Performergruppe „Lichtkontrolle“.

Der Film „Ben-Ruhr“ entstand 1989 im Auftrag des WDR im Rahmen der Eröffnung der IBA-Emscherpark-Initiative, und provozierte eine heftige und diesbezüglich paradoxe Reaktion. Der Koautor und Schauspieler (Kabarettist) Heinrich Pachl spielte dabei die Rolle eines „Image-Beraters“ für die Kommunen des Ruhrgebiets, und es erweist sich heute, 30 Jahre nach der Sendung des Films, dass seine Tips an Aktualität nichts verloren haben.